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Grenzlandkonferenz will Zusammenarbeit intensivieren

18.09.2018

Die Gemeinschaftszollanlage Kreuzlingen-Tägermoos soll von einer auf zwei Fahrspuren ausgebaut werden. Darüber kamen die Städte Konstanz und Kreuzlingen sowie die Gemeinde Tägerwilen auf der Grenzlandkonferenz überein, die am 11. September 2018 im Konstanzer Rathaus tagte.

Über die Notwendigkeit des Umbaus der Gemeinschaftszollanlage Kreuzlingen-Tägermoos sind sich OB Uli Burchardt (Konstanz), Stadtpräsident Thomas Niederberger (Kreuzlingen) und Gemeindepräsident Markus Thalmann (Tägerwilen) einig. Zäher Verkehrsfluss an der Gemeinschaftszollanlage (GZA) führt zu Staus in beide Fahrtrichtungen. An Spitzentagen passieren staubedingt nur etwa 800 Kraftfahrzeuge stündlich die Grenze. Möglich wären bei Tempo 20 jedoch rund 1.250 Fahrzeuge im selben Zeitraum. 

An verkehrsreichen Tagen legen Rückstaus den Verkehr in beiden Nachbarstädten teilweise bis vollständig lahm und behindern die Rettungsdienstfahrzeuge und den Busverkehr. Eine der Hauptursachen der Rückstaus liegt auf der Hand: Der Verkehr fliesst zweispurig bis zur GZA und wird dort zur Kontrolle jeweils auf eine Fahrspur geleitet. Da die Grenze Deutschland – Schweiz eine EU-Aussengrenze ist, wird aufgrund des Schengen-Abkommens in beide Richtungen kontrolliert.

Die Grenzlandkonferenz ist sich darin einig, dass die GZA mit einer Fahrspur ihre Kapazitätsgrenze längst erreicht hat. Die Städte Konstanz und Kreuzlingen sowie die Gemeinde Tägerwilen wollen daher gemeinsam das Schweizer Bundesamt für Strassen davon überzeugen, den baldigen Umbau auf zwei Spuren zu ermöglichen.

Ein weiteres Problem sehen die Städte und Gemeinden im LKW-Stau am Montagmorgen. Die für die Lastwagen vorgesehenen Stauräume – so wie an der Claude-Dornier-Strasse (73 Stellplätze) – reichen nicht aus und werden von ordnungswidrig parkenden Autos blockiert. So stauen sich montagmorgens LKWs an der Europastrasse bis über die neue Rheinbrücke in die Reichenaustrasse hinein. Verstärkte Kontrollen und Abschleppen von Falschparkern sowie zusätzlicher Vorstauraum samt Zufahrtskontrolle sollen Abhilfe schaffen.

Die Grenzlandkonferenz will die Zusammenarbeit intensivieren und künftig jährlich statt im Zweijahresrhythmus tagen.

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