Kreuzlingen zeigt Stärke

Im 2015 dreht sich alles um den Abfall

Das Projekt „Kreuzlingen zeigt Stärke“ konzentriert sich im Jahr 2015 auf das Thema Abfall (Littering) und bezieht sich auf den Leitsatz Nr. 7 der Kreuzlinger Charta: „Die in unserer Gesellschaft geltenden Anstandsregeln im öffentlichen Raum sind bekannt. Wir sprechen diese direkt an“.

Die Reinigung des öffentlichen Raums kostet die Stadt Kreuzlingen jedes Jahr über eine Million Schweizer Franken. Sauberkeit und Ordnung sind keine Selbstverständlichkeit, sondern das Resultat von koordinierten Arbeitsleistungen verschiedener Organisationen.

Um den Arbeitsaufwand sichtbar zu machen, wurde der Bärenplatz eine Woche vor der offiziellen Medienkonferenz und gleichzeitigem Kampagnenstart am 2. Mai 2015 nicht gereinigt. Zudem griff eine Theatergruppe unter der Leitung der Theaterpädagogin Andrea Pesl-Betz  das Thema „Abfall“ in ihren Sketchen auf und zog die Bevölkerung auf dem Bushof mit ein.

Mit ihrem Auftritt unterstrich die Theatergruppe das Ziel der diesjährigen Anti-Littering-Kampagne, das dem Leitsatz Nr. 7 der Kreuzlinger Charta zugrunde liegt. Es geht darum, die geltenden Anstandsregeln im öffentlichen Raum selber einzuhalten sowie den Mut aufzubringen, Personen die sich nicht an die Regeln halten, direkt anzusprechen.

Für Sauberkeit im öffentlichen Raum steht auch der Verein Chupferhammer ein und unterstützt die Anti-Littering-Kampagne tatkräftig. Vier Erwachsene mit Unterstützungsbedarf der Werk- und Heimstätte IDASONNE in Dotnacht, werden ab Mai zwei Mal wöchentlich im Seeburgpark „fätzlen“.

Die gesammelte Abfallmenge wird an einem sogenannten Litt-o-Meter regelmässig eingetragen. Dieser ist auf dem Hafenplatz neben einem grossen Abfallcontainer installiert. Auf diesem wiederum sind auf einer Blache Fakten zum Thema Abfall zu finden. Auf das Thema machen auch die im ganzen Stadtgebiet verteilten Plakate.

Der Abschluss der Kampagne 2015, findet am 12. September mit dem nationalen Clean-up-Day satt. Verraten sei lediglich, dass die Kreuzlinger Gruppe "Drums 2 Streets" auftreten wird. Details dazu werden nach den Sommerferien in den Medien und auf dieser Seite bekannt gegeben.

Der Projektgruppe „Kreuzlingen zeigt Stärke“ gehören an:

David Blatter, Vize-Stadtammann und Projektverantwortlicher

Stefan Braun, Umweltschutzbeauftragter, Projektleiter

"Ich mache bei KzS mit, weil es wichtig ist, dass die Menschen unserem öffentlichen Raum Sorge tragen."

Kurt Affolter, Ordnungsdienste

„Ich mache beim Projekt Kreuzlingen zeigt Stärke mit, da mir eine saubere Stadt Kreuzlingen als Erholungsraum wichtig ist.“

Ruedi Wolfender, Abteilungsleiter Freizeit

„In der heutigen multikulturellen Gesellschaft ist es schwer, verbindliche Verhaltensregeln zu vermitteln. Ein gemeinsames Wirken gegen das acht- und respektlose Wegwerfen von Abfall ist ein erster Schritt. Wir sind Vorbild und möchten die Kreuzlinger Bevölkerung ebenfalls überzeugen, mit uns für eine saubere Stadt einzustehen.“

Bastian Ehrmann, Leiter oja Kreuzlingen

Sandro Bänziger, Arbeitsagoge, Werk- und Heimstätte Idasonne

„Ich habe einen persönlichen Bezug zur Kampagne, weil mir der sorgsame Umgang mit unserer Umwelt am Herzen liegt. Für mich ist Littering ein Ärgernis für Mensch und Tier.“

Sybille Wiens, Kommunikationsdesign

“Ich unterstütze KzS mit meinen Mitteln der Kommunikation, um einen Beitrag dazu zu leisten, dass sich die Menschen mit mehr Aufmerksamkeit in ihrem Umfeld bewegen – ihren Mitmenschen und der Natur gegenüber”.

Caroline Leuch, Leiterin Kommunikation & Stadtmarketing

 

 

 

Kreuzlingen zeigt Stärke!

„Kreuzlingen zeigt Stärke“ heisst das Projekt, das die Stadt Kreuzlingen in Zusammenarbeit mit dem Kanton Thurgau erarbeitete und unter Einbezug der Bevölkerung vertiefen will.

Charta definiert Werte

Anlässlich eines Workshops im März 2013 mit 60 Teilnehmenden (Bild) wurde eine Charta ausgeabreitet, die aufzeigt, für welche Werte die Bevölkerung im öffentlichen Raum einsteht. 

Folgende acht Leitsätze wurden in der Charta festgehalten. Sie sollen die Zivilcourage der Einwohnerinnen und Einwohner stärken und gleichzeitig die soziale Kontrolle im öffentlichen Raum verbessern.

  1. Wir verstehen den öffentlichen Raum als Ort der Begegnung. Alt und Jung sind willkommen, um zwanglos zu verweilen.
  2. Wir pflegen einen offenen, respektvollen Umgang miteinander.
  3. Wir reden miteinander und hören einander zu.
  4. Wir pflegen gegenseitige Toleranz als Voraussetzung für ein gelingendes Zusammenleben.
  5. Wir pflegen einen eigenverantwortlichen Umgang miteinander.
  6. Wir wünschen uns eine gelebte und erlebte Vorbildfunktion aller Bürgerinnen und Bürger.
  7. Die in unserer Gesellschaft geltenden Anstandsregeln im öffentlichen Raum sind bekannt. Wir sprechen diese direkt an.
  8. Wir nehmen jede Person in ihrem Bedürfnis nach Sicherheit ernst, damit sich alle sicher fühlen können.

Drucken Sie sich die Charta aus.

Die Charta soll allen Bewohnern der Stadt Kreuzlingen als Werkzeug dienen. Zudem ist sie Basis für Massnahmen, die in der Arbeitsgruppe Sicherheit ausgearbeitet werden, um die formulierten Ziele umzusetzen.

Von der Idee zum Projekt

Die Grundidee für das Projekt „Kreuzlingen zeigt Stärke“ wurde vom Kanton angeregt und anlässlich des Anti-Littering-Forums im November 2011 vorgestellt. Dieser innovative Ansatz wurde durch die Arbeitsgruppe Sicherheit der Stadt Kreuzlingen aufgenommen. Diese Arbeitsgruppe mit Vertretern von Polizei, Stadt, Schule und weiteren Organisationen konkretisierte das Projekt mit dem Ziel, das Zusammenleben im öffentlichen Raum zu erleichtern und sicherer zu gestalten.

Weitere Informationen zum Projekt Kreuzlingen zeigt Stärke finden Sie hier:

  • Im 2008 rief das Amt für Umwelt des Kantons Thurgau die Anti-Littering-Kampagne ins Leben. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • "Sauberkeit in der Stadt" Interview mit Astrid Frischknecht, Management- und Organisationsentwicklerin.
  • Beitrag im Kreuzlinger Fernsehen zum Thema"Sicherheit im öffentlichen Raum"
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