Kleinsperrgutsammlung kommt gut an

21. Juni 2021
Seit Januar 2021 sammelt das Team des städtischen Dienstleistungszentrums Arbeitsintegration einmal im Monat Kleinsperrgut. Die Bevölkerung schätzt das Angebot und nutzt es rege: innerhalb von sechs Monaten wurden über sechs Tonnen gesammelt.

"Wir erhalten ausnahmslos positive Rückmeldungen", stellt Stefan Braun, Umweltschutzbeauftragter der Stadt Kreuzlingen zufrieden fest. Seit Anfang Jahr sammeln zwei Teams des Dienstleistungszentrums Arbeitsintegration jeden ersten Dienstag im Monat Kleinsperrgut. "In der Regel benötigten wir maximal einen Tag pro Sammlung", erklärt Stefan Luginbühl, Leiter des Dienstleistungszentrums Arbeitsintegration.

Mit zwei Fahrzeugen und zwei dreier-Teams sammeln sie auf dem ganzen Stadtgebiet Kleinsperrgut und transportieren es anschliessend ins Entsorgungszentrum RAZ an der Maurerstrasse. "Diese Dienstleistung wird von der Bevölkerung sehr geschätzt. Viele danken uns persönlich oder befestigen eine Schokolade und oder ein Dankes-Kärtchen an das Sammelgut", erzählt Stefan Luginbühl.

Jährlich entsorgen die Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger rund 13 Tonnen Kleinsperrgut: Badezimmermöbel, Matratzen, Stühle und andere, brennbare Kleinmöbel sammelte bisher der Verband KVA Thurgau und führte das Sammelgut in die Kehrichtverbrennung nach Weinfelden. Ab dem Jahr 2025 stellt der Verband diese kostenpflichtige Dienstleistung jedoch im ganzen Kanton Thurgau ein.

Der Stadtrat will das Angebot jedoch aufrechterhalten, insbesondere auch deshalb, weil mit jedem neu installierten Unterflurcontainer die blauen Punkte, also die oberirdischen Sammelstellen, verschwinden. Der Verband KVA Thurgau kann aus logistischen Gründen Kleinsperrgut, das an den Unterflurcontainern bereitgestellt wurde, nicht einsammeln.

An den ersten sechs Sammlungen wurden bisher 6.4 Tonnen Material gesammelt. Hochgerechnet auf insgesamt 12 geplante Sammlungen, kämen somit voraussichtlich rund 13 Tonnen Material zusammen. Dies entspricht der Menge, die auch die KVA auf dem Kreuzlinger Stadtgebiet sammelte.

Die städtische Kleinsperrgutsammlung ist kostenpflichtig: Eine Marke kostet CHF 5.00. Sie können einzeln zu CHF 5.00 oder im 10-er-Pack à CHF 45.00 am Informationsschalter im Stadthaus an der Hauptstrasse 62 bezogen werden.

Bisher wurden 298 Marken verkauft. Restbestände der Sperrgutmarken des Verbandes KVA Thurgau dürfen bis auf Weiteres auch für die städtische Kleinsperrgutsammlung verwendet werden. "Der Erlös der Marken deckt die Aufwendungen für die Sammlung nicht. Der Fehlbetrag wird über die Abfallgrundgebühr gedeckt", erklärt Stefan Braun.

Entspricht das Sperrgut nicht dem erlaubten Sammelgut, weil es zu gross, zu schwer oder nicht dem Kleinsperrgut entspricht, beispielsweise Elektroschrott, wird es nicht mitgenommen und mit einem Kleber versehen. "Das kommt jedoch sehr selten vor, die Bevölkerung hält sich vorbildlich an die Vorgaben"; resümiert Stefan Luginbühl. "Alle Beteiligten freuen sich über die positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung, es spricht für eine Dienstleistung, wenn sie genutzt und geschätzt wird," betonen Stefan Braun und Stefan Luginbühl.

  • Sammeldaten und Fakten

    Die Kleinsperrgutsammlung startet im Januar 2021 und findet jeden ersten Dienstag im Monat statt, die nächste findet am Dienstag, 6. Juli statt. Es handelt sich um einen Pilotversuch bis 2023. Anschliessend entscheidet der Stadtrat über die Weiterführung.

    Januar bis Juni 2021: 6.42 Tonnen Sammelgut entsorgt. Dies entspricht 469 Gegenständen (Kleinmöbel, Matratzen)
    180.5 Stunden stand das Team des Dienstleistungszentrums Arbeitsintegration im Einsatz.

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