Wildvögel massvoll und richtig füttern

13. Dez. 2021
Wer im Winter Vögel füttert, erleichtert unseren gefiederten Freunden die Nahrungssuche. Wichtig ist jedoch, dass die Fütterung sachgerecht erfolgt und im Frühjahr eingestellt wird. Krähenvögel und Tauben sollen gar nicht gefüttert werden.

Die Vogelarten, die den Winter in der Schweiz verbringen, sind gut an die kälteren Verhältnisse in unseren Breitengraden angepasst. In Wintern ohne Schnee und Eis kann grundsätzlich auf eine Vogelfütterung verzichtet werden. Dennoch sind die Futterstellen im Winter eine willkommene zusätzliche Nahrungsquelle. Weil die Winterfütterung in der nächsten Umgebung von Häusern stattfindet, profitieren davon vor allem Vögel, die sich mit der Anwesenheit des Menschen arrangiert haben, sogenannte Kulturfolger.

Leider erhält die Stadtverwaltung immer wieder Meldungen über falsche oder exzessive Vogelfütterungen. Besonders der Ortsteil Kurzrickenbach wird von grossen Krähenscharen bevölkert, deren Auftreten an diesem Ort auf eine falsche, übermässige Fütterung zurückzuführen ist. Insbesondere eine Häufung von Krähen zieht auch den Verlust anderer Vogelarten nach sich, weil die klugen Allesfresser Singvögel bedrängen oder ihre Nester ausrauben können. So kann unsachgemässe Fütterung für die Vogelwelt auch schädlich sein.

Entscheidend für den ganzjährigen Schutz einer artenreichen Vogelwelt ist die Erhaltung vielfältiger und gesunder Lebensräume. Davon profitieren neben den häufigen Kulturfolgern auch seltenere Arten. Wer seinen Garten naturnah gestaltet, leistet ganzjährig einen wichtigen Beitrag für die natürliche Vielfalt vor der eigenen Tür.

  • Richtig füttern
    • Krähenvögel und Tauben aufgrund der grossen Populationen in der Stadt nicht füttern
    • Wasservögel dürfen durch die Fütterung nicht ins Siedlungsgebiet gelockt werden
    • Eine Fütterung ausserhalb der Winterzeit ist nicht angebracht. Sie kann sogar schaden, weil viele Singvögel ihre Nahrung im Frühling mit Beginn der Brutzeit umstellen
    • Futterplatz an einem übersichtlichen, ausreichend hohen Ort mit nahe gelegenen Rückzugsmöglichkeiten (Baum, Busch). Die Vögel müssen vor Hauskatzen sicher sein
    • Bewährte Futtermischungen für Körnerfresser bzw. Weichfresser anbieten; gern angenommen werden Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, Baum- und Haselnüsse sowie Fett; Getreidekörner sind nur bei Spatzen und Tauben beliebt; Mischungen mit Ambrosia-Samen sind zu vermeiden. Futter täglich frisch anbieten, morgens möglichst vor Sonnenaufgang sowie bei Bedarf rund 2 Stunden vor der Dämmerung
    • Futter trocken halten und vor Schmutz und Kot schützen; Futterplatz regelmässig reinigen.
    • Brot und Speisereste sind für Singvögel gänzlich ungeeignet. Das Wegwerfen von Lebensmitteln kann als Verstoss gegen das Abfallgesetz des Kantons Thurgau geahndet werden.
Wildvögel richtig füttern
Wildvögel richtig füttern: Futter täglich frisch anbieten, morgens möglichst vor Sonnenaufgang sowie bei Bedarf rund 2 Stunden vor der Dämmerung.
Copyright: Marcel Burkhardt
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Wildvögel richtig füttern
Wildvögel richtig füttern: Futter täglich frisch anbieten, morgens möglichst vor Sonnenaufgang sowie bei Bedarf rund 2 Stunden vor der Dämmerung.
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