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Ersatzpflanzungen für gefällte Hainbuche

Ohne Bewilligung fällte ein Grundeigentümer an der Graneggstrasse eine grosse Hainbuche. Die Bauverwaltung sieht von strafrechtlichen Konsequenzen ab, da gemeinsam mit dem kooperativen Grundeigentümer und den Anwohnern ökologisch wertvolle Ersatzpflanzungen vereinbart werden konnten.

Am Mittwoch, 10. April 2019 wurde an der Graneggstrasse 9 eine grosse Hainbuche gefällt. Den Vorfall meldeten Anwohner der Bauverwaltung. Vor Ort stellte der Umweltbeauftragte fest, dass die Baumfällung der Bewilligungspflicht unterliegt (Art. 43 Baureglement). Hätte der Grundeigentümer eine Fällbewilligung beantragt, hätte die Behörde sie mit der Auflage einer Ersatzbepflanzung erteilt.

Die Bauverwaltung ersuchte den nicht ortskundigen Grundeigentümer um eine schriftliche Stellungnahme zum Vorfall. In Unkenntnis des kommunalen Baureglements gab er die Fällung des Baumes mit weiteren Umgebungsarbeiten in Auftrag, ohne eine Bewilligung für die Fällung einzuholen. In seiner Stellungnahme bedauerte er der Bewilligungspflicht nicht nachgekommen zu sein und dementierte das Gerücht, zusätzliche Parkplätze erstellen zu wollen.

Auf Einladung der Bauverwaltung fand vergangenen Donnerstag eine Aussprache mit dem Grundeigentümer und Anwohnern vor Ort statt. Auf Vorschlag des Umweltbeauftragten wurde einvernehmlich entschieden, als Ersatz für die Hainbuche zwei Bäume zu pflanzen. Zudem willigte der kooperative Grundeigentümer ein, eine bestehende, rund 40 Meter lange Kirschlorbeerhecke entlang der Grundstücksgrenze durch eine ökologisch wertvolle Wildhecke zu ersetzen. Innerhalb von wenigen Jahren kann somit ein wertvoller Lebensraum und Ersatz für die Hainbuche geschaffen werden. Der Grundeigentümer erklärte sich zudem bereit, die Pflanzungen noch diesen Frühling und auf seine Kosten vorzunehmen. Mit dieser einvernehmlichen Lösung konnten sich alle Beteiligten einverstanden erklären. Die Bauverwaltung wird deshalb von weiteren, auch strafrechtlichen Konsequenzen, absehen.