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Kreuzlinger Grenzzaun ist Geschichte

Anfang April haben die Stadt, der Regionale Führungsstab (RFS) sowie die weiteren an der Sicherheit beteiligten Organisationen gemeinsam entschieden, an der Kunstgrenze einen zusätzlichen Zaun zu installieren. Dies als Sicherheitsmassnahme zum Schutz der Bevölkerung. Aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung und der Lockerungen an der Grenze hat der RFS den vieldiskutierten Zaun am Freitag- Abend nun wieder abgebaut.

Am Mittwoch, 13. Mai 2020 hat der Bundesrat bekanntgegeben, dass – sofern dies im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie möglich ist - die Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz am 15. Juni 2020 wieder geöffnet wird. Bereits jetzt soll es jedoch erste Lockerungen geben. Gemäss einem Entschluss auf Bundesebene wird die gegenseitige Einreise zwischen der Schweiz, Deutschland und Österreich wieder erlaubt für Personen, die ihre Lebenspartnerinnen und Lebenspartner oder ihre Verwandten besuchen oder an wichtigen Familienanlässen teilnehmen wollen. Das Gleiche gilt für Besitzer von selbst genutzten Liegenschaften und Schrebergärten sowie von Landwirtschafts-, Jagd- oder Forstflächen. Ebenso dürfen Personen einreisen, die Tiere versorgen müssen.

Aufgrund dieser neuen Entwicklungen haben sich der RFS, die Stadt Kreuzlingen sowie die weiteren an der Sicherheit beteiligten Organisationen in Absprache mit den Deutschen Kollegen dazu entschlossen, den zusätzlichen Grenzzaun auf der Schweizer Seite der Kunstgrenze wieder abzubauen. Der Abbruch hat am Freitagabend, 15. Mai 2020 stattgefunden. Stadtpräsident Thomas Niederberger, der sich kurz zuvor mit seinem Konstanzer Amtskollegen, Ober-bürgermeister Uli Burchardt, für eine rasche Öffnung eingesetzt hatte, freut sich über den raschen Abbau des Zauns. "Es ist ein schönes Gefühl, einen Schritt Richtung Normalität zu gehen", sagt er erleichtert. Nun gelte es jedoch weiterhin, sich mit gesundem Menschenverstand an die Verhaltensregeln des BAG zu halten. "Nur durch diszipliniertes Verhalten kann die Infektionsrate auf einem stabilen tiefen Niveau gehalten werden", ist Niederberger überzeugt.

Die Bevölkerung muss sich nun dennoch darauf einstellen, dass ein Grenzübertritt auch an der grünen Grenze derzeit noch nicht möglich ist. Gemäss Auskunft der Grenzwache hat mit hohen Bussen zu rechnen, wer sich nicht an die Weisungen hält.