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Neue Förderbeiträge bei Gebäudesanierungen

Zur Entwicklung des Labels „Energiestadt“ sieht der Kreuzlinger Stadtrat wichtiges Potenzial in der Förderung von Gebäudesanierungen. Neu werden sowohl die GEAK als auch das Abtrennen, respektive der Rückbau von Gasanschlüssen, gefördert. Der Umstieg auf erneuerbare Wärmeerzeugung ist ein vordringliches Ziel, um den Co2- Ausstoss zu verringern.

GEAK wird der Gebäudeenergieausweis der Kantone genannt. Um kantonale Fördergelder beanspruchen zu können, ist für eine umfangreiche Sanierung einer Liegenschaft ein GEAK-Plus-Bericht zwingend erforderlich. Der Kanton Thurgau fördert die Erstellung eines GEAK-Plus-Berichts bei Ein- und Zweifamilienhäusern mit CHF 1‘000.- und bei Mehrfamilienhäusern ab drei Wohnungen mit CHF 1‘500.-. Zusätzlich zur kantonalen Förderung leistet die Stadt Kreuzlingen neu ab diesem Jahr für GEAK-Plus-Kunden ebenfalls finanzielle Unterstützung, vorausgesetzt, die Liegenschaft befindet sich auf dem Stadtgebiet. Ein- und Zweifamilienhäuser werden mit CHF 300.-, Mehrfamilienhäuser ab drei Wohnungen mit CHF 400.- unterstützt. Durch die zusätzliche Förderung von GEAK-Plus-Berichten wird eine Steigerung der heutigen Sanierungsquote erwartet. Rund 50 % aller Gebäude in unserer Stadt sollten in den nächsten Jahren professionell saniert werden. Nur so können die weltweiten Energieziele gemäss Pariser Abkommen bis 2050 erreicht werden.

Vom Gas zur erneuerbaren Wärmeerzeugung
Mit Stadtratsbeschluss von 14. April 2020 werden ab sofort auch Beiträge an die Kosten für die vorschriftgemässe Abtrennung von nicht mehr genutzten Gasanschlüssen mitfinanziert. Dies war ein grosses Anliegen von Eigentümern, welche zur erneuerbaren Energienutzung wechseln möchten. Die Technischen Betriebe können diese Kosten von rund CHF 4'000.- bis CHF 5'000.- nicht via Netzgebühren übernehmen. Die für Eigentümer beim Heizungswechsel entstehenden Kosten verteuerten bisher in starkem Mass die ohnehin höheren Investitionskosten in erneuerbare Wärmeerzeugungssysteme. Mit dem Ziel einer beschleunigten CO2- Reduktion durch die Abkehr von fossil betriebenen Heizanlagen unterstützt die Stadt Kreuzlingen Eigentümer neu in Form eines finanziellen Beitrags an die durch die Abtrennung eines Gasanschlusses entstehenden Kosten (Kostenübernahme von 50 % bzw. maximal CHF 2'500.-). Bedingung ist der Wechsel von einer Gas- auf eine nicht mehr fossil betriebene Heizanlage (meist Wärmepumpe oder Holzheizanlage).

Durch die zusätzliche Förderung von GEAK-Plus-Berichten wird eine Steigerung der heutigen Sanierungsquote erwartet. Rund 50 % aller Gebäude in unserer Stadt sollten in den nächsten Jahren professionell saniert werde. Diese Massnahmen erfolgen im Rahmen einer Reihe seit Ende letzten Jahres beschlossener und anfangs 2020 in Kraft gesetzter energiepolitischer Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur beschleunigten Reduktion des Co2-Ausstosses innerhalb des Stadtgebiets.

Professionelle Beratung
Zudem übernimmt die Stadt Kreuzlingen neu die Kosten für das Beratungsmodul Heizanlagenersatz für Heizanlagen, die vor dem Jahr 2005 in Betrieb genommen wurden. Sowohl das kantonale als auch das kommunale Energieförderprogramm können im Onlineschalter der Website der Stadt Kreuzlingen bezogen werden. Fragen zur kommunalen Förderung der Stadt Kreuzlingen beantwortet Gunter Maurer, Energiebeauftragter, gerne: Email: gunter.maurer@kreuzlingen.ch oder Tel. 071 677 63 84. Anfragen an den zuständigen Stadtrat Ernst Zülle sind per Email an ernst.zuelle@kreuzlingen.ch oder Tel. 079 276 63 79 möglich.

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