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Neuer Anstrich für die Kunstgrenze

Seit April 2007 säumen 22 Tarot-Skulpturen die Kunstgrenze zwischen den Städten Kreuzlingen und Konstanz. Erosionen und Schmutz setzten den Kunstwerken zu. Jetzt erhalten sie eine Generalreinigung inklusive Lackanstrich.

Noch immer darf sich die Kunstgrenze einzigartig nennen. Nirgendwo sonst auf der Welt markieren 22 Tarot-Skulpturen den Grenzverlauf zwischen zwei Ländern. Die Kunstgrenze weihten die damaligen Stadtoberhäupter, Stadtammann Josef Bieri und Oberbürgermeister Horst Frank im April 2007 ein. Seither ist sie Symbol der guten Nachbarschaft zwischen zwei Städten und Ländern.

Gleich darauf, im Dezember 2008, begann die operative Zusammenarbeit der Schweiz und der EU im Rahmen der Sicherheits-, Visum- und Asylzusammenarbeit von Schengen und Dublin. Dies führte zur Aufhebung der Personenkontrollen an den Binnengrenzen des Schengenraums, also auch an der Grenze Kreuzlingen-Konstanz. Mit einer kleinen Feier gedenkten Stadtpräsident Thomas Niederberger und der Oberbürgermeister Uli Burchardt vergangenen Dezember an dieses 10-Jahr-Jubiläum.

Die Zeit (-Geschichte) hinterlassen auch Spuren auf den Skulpturen: Schmutz, Erosion (Verwitterungsporzesse) und Kratzer haben sie abbekommen. Sukzessive werden sie nun gereinigt und neu lackiert. Die ersten vier Tarotfiguren seewärts strahlen bereits in neuem Glanz. „Alle zehn Jahre führen wir diese Unterhaltsarbeiten durch“; erklärt Ruedi Wolfender, Abteilungsleiter Gesellschaft. Beide Städte leben weltweit eine einzigartige Grenzkultur, was sich auch in praktischen Dingen zeigt: Die Kosten für die Unterhaltsarbeiten übernehmen die Schwesternstädte je hälftig.

 

Ruedi Wolfender, Abteilungsleiter Gesellschaft, am gereinigten und neu lackierten „Herrscher“.