zum Hauptteil springen

In Bewegung bleiben – mit meinKreuzlingen.ch

Sport ist seine Passion, doch sein Studio «CrossFit Thurgovia» ist bereits seit Mitte Dezember weitgehend geschlossen. Eine Öffnung ist noch nicht in Aussicht. Wie der Crossfit-Trainer Guiseppe Custodero trotzdem über die Runden kommt, erzählt er im Interview mit meinKreuzlingen.ch.

Giuseppe Custodero in seinem Studio

Giuseppe Custodero in seinem Studio

Herr Custodero, wie läuft es gerade bei Ihnen?
Seit dem 20. Dezember ist mein Studio einmal mehr geschlossen. Mein Glück ist, dass ich nicht das klassische Fitnessstudio habe. Die Trainierenden nutzen ihren eigenen Körper und brauchen dazu nur kleine Gerätschaften. Das heisst, dass wir das Training überall anbieten können, sofern wir die Regeln des BAG einhalten. Nun arbeiten wir in 5-er-Gruppen draussen an der frischen Luft. Wir dürfen dafür die Terrasse des Restaurants «Alti Badi» nutzen, wo wir vor Regen oder Schnee geschützt sind. Etwas kühl ist das natürlich, aber wir sind aktiv und trainieren in kürzeren Einheiten.

Sind Sie – wie zahlreiche andere Anbieter – auch online mit Kursen unterwegs?
Beim ersten Lockdown haben wir Online-Trainings angeboten und Home-Workouts verschickt. Wir haben jedoch schnell gemerkt, dass den meisten Trainierenden die Motivation fehlt, sich zu Hause vor dem Computer zu bewegen. In Absprache mit den Trainern haben wir uns deshalb im zweiten Lockdown dazu entschlossen, einfach mit dem normalen Training weiterzumachen – und zwar draussen. Dies hat sich sehr bewährt. Unsere Mitglieder kommen auch bei minus sieben Grad.

Können sich die Mitglieder in der gleichen Intensität bewegen?
Ja, wir bieten täglich mehrere Trainings an, ausser sonntags. Auf diese Weise sind sogar noch einige neue Trainierende dazugekommen, die es eine tolle Sache finden, sich überhaupt irgendwo körperlich zu betätigen. So können unsere Mitglieder weiterhin trainieren und wir Coaches können unserer Lieblingsbeschäftigung weiter nachgehen.

Was macht ihr anders als andere Anbieter?
Als kleinerer Anbieter mit etwa 120 Mitgliedern entsteht schnell eine Gemeinschaft – fast wie in einer Familie. Es wird in Gruppen gearbeitet, wobei sich die einzelnen Trainierenden gegenseitig motivieren und unterstützen. Vielen Leuten hilft dieses Gemeinschaftsgefühl nun auch über die schwierige Zeit hinweg. Das Training stellt einen Fixpunkt in der Agenda dar, auf den sie sich freuen. Besonders, wenn Leute Home-Office machen und kaum rauskommen.

Was macht Ihnen Sorgen?
Was recht mühsam ist, ist die Ungewissheit, wann wir wieder normal geöffnet haben dürfen. Momentan fehlt uns ein Datum, auf das wir uns einstellen könnten. Das Warten macht etwas mürbe.

Welche Tipps haben Sie, um trotz Lockdown fit zu bleiben?
Gemeinsames Trainieren macht viel mehr Spass. Darum wäre es wichtig, mit einer Person aus dem Freundeskreis zwei bis drei fixe Termine pro Woche zu vereinbaren. Und dann das Training wirklich durchziehen - die Regelmässigkeit ist ausschlaggebend. So kann jemand auch bis ins hohe Alter fit bleiben. Vor allem soll ein Training Spass machen.

Sie sind auch auf meinKreuzlingen.ch registriert. Eine gute Sache?
Die Idee einer Plattform finde ich super, unabhängig von Corona. Es ist schön zu sehen, dass die Stadt und der Gewerbeverein einen Beitrag leisten, um das lokale Gewerbe zu unterstützen. Ich würde mir wünschen, dass die Website interaktiver wird, um noch mehr Tuchfühlung mit der Bevölkerung zu generieren.

Weitere Informationen zu meinKreuzlingen finden Sie hier.