Aktionstage gegen Rassismus

Die Aktionstage gegen Rassismus Kreuzlingen 2026 setzen ein starkes Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. Ein vielseitiges Programm mit Gesprächen, Workshops, kreativen Mitmachangeboten und inspirierenden Begegnungen beleuchtet sowohl alltägliche als auch strukturelle Formen von Rassismus.

Ob beim offenen Sofagespräch über Identität, an der mobilen Siebdruckstation im öffentlichen Raum, in thematischen Workshops oder beim gemeinsamen Mittagessen – hier wird Solidarität sichtbar und erlebbar.

Ein besonderer Schwerpunkt ist der Fachtag mit dem Titel «Einmal Ausländerin / Ausländer, immer Ausländerin / Ausländer? Auswege aus dem strukturellen Rassismus in der Schweizer Bürgerrechtspolitik». Im Zentrum stehen Fragen von Teilhabe und Ausschluss sowie die Suche nach Wegen zu einer demokratischen Mitbestimmung für alle.

Dr. Rohit Jain, Migrationsexperte an der Hochschule Luzern, beleuchtet in seinem Impulsvortrag die Mechanismen struktureller Ausgrenzung und zeigt mögliche Perspektiven auf. In einem anschliessenden Podiumsgespräch wird das Thema vertieft. Im Podiumsgespräch mit Nina Schläfli (Nationalrätin SP), Thomas Niederberger (Stadtpräsident) und Daniel Moos (Stadtrat).

Die Workshops am Samstagnachmittag bieten Raum, einzelne Aspekte weiter zu vertiefen, miteinander ins Gespräch zu kommen und konkrete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Die Aktionstage und der Fachtag werden von zahlreichen Organisationen in Kreuzlingen gemeinsam getragen und durch die Fachstelle Integration des Kantons unterstützt.

Flyer herunterladen
Flyer herunterladen

Das ganze Programm und alle Informationen

Was, wann, wo?

  • Programm 20. – 22. März 2026

    Wann

    Was

    Wer & Wo

    Freitag, 20. März

    15:00 – 18:00

    Kreativ Studio und Atelier RRR

    Die mobile Siebdruck-Station

    DAS TRÖSCH Café

    Freitag, 20. März 

    19:30

    Sofagespräch

    über Identität und 
    Aufwachsen mit internationaler 
    Geschichte

    Offene Jugendarbeit  
    und Rita Arulkumaran

    OJA Jugendhaus

    Samstag, 21. März

    10:30 – 16:30

    Fachtag

    «Einmal Ausländerin / Ausländer, immer 
    Ausländerin / Ausländer? Auswege aus dem 
    strukturellen Rassismus in der 
    Schweizer Bürgerrechtspolitik»

    Begegnungszentrum DAS TRÖSCH

    Sonntag, 22. März 

    11:00 – 12:00

    ERZÄHLZEITDAS TRÖSCH Café

    Sonntag, 22. März

    15:00 – 16:30

    «Stimmen des Alltags»

    Texte über alltäglichen Rassismus

    Verein HSL: Marianne Weber,  
    Raphael Burri, Matthias Albold,  
    Heinke Hartmann

    DAS TRÖSCH Saal

    Sonntag, 22. März

    17:00

    «Wir Mitbürgerinnen»

    Film und Gespräch

    MIR – Migrations- und Integrationsrat 
    und das Filmforum KuK

    KultX

  • Freitag, 20. März | 15:00 – 18:00 | Kreativ Studio und Atelier RRR

    Die mobile Siebdruck-Station ist eine kreative Aktion im öffentlichen Raum. Es entstehen vor Ort tragbare Statements gegen Ausgrenzung. Bringt Eure Kleidung mit und bedruckt sie vor Ort.

    DAS TRÖSCH Café 
    Hauptstrasse 42 
    Kreuzlingen

  • Freitag, 20. März | 19:30 | Sofagespräch

    Sofagespräch über Identität und Aufwachsen mit internationaler Geschichte

    Hä? DIASPORA?! Bevor Du die KI fragst, was das überhaupt bedeutet – komm zu unserem Sofagespräch. Den Impuls bekommen wir aus dem Text «Unspoken – Identität und psychisches Leiden in der tamilischen Diaspora» von Rita Arulkumaran.

    OJA Jugendhaus 
    Seestrasse 17 
    Kreuzlingen

  • Samstag, 21. März | 10:30 – 16:30 | Fachtag

    «Einmal Ausländerin / Ausländer, immer Ausländerin / Ausländer? Auswege aus dem strukturellen Rassismus in der Schweizer Bürgerrechtspolitik»

    Mit Dr. Rohit Jain, Nina Schläfli, Thomas Niederberger und Daniel Moos

    Ablauf
    10.30 Uhr Eintreffen
    11.00 Uhr Impulsvortrag und Podiumsgespräch
    12.30 Uhr Mittagessen 
    13.30 Uhr Workshops 
    16.30 Uhr Abschluss

    Der Fachtag findet im Begegnungszentrum DAS TRÖSCH statt.

    Alle weiteren Infos, die Beschreibungen der Workshops sowie die Anmeldung finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

  • Sonntag, 22. März | 11:00 – 12:30 | ERZÄHLZEIT

    «Ziemlich beste Freunde»

    Es geht um Freundschaften von Menschen, die sich eigentlich nicht begegnen würden, weil sie unterschiedliche Lebensrealitäten haben. Wir erzählen Geschichten zu Freundschaften aus unserem Leben. Wer teilnimmt, ist eingeladen, eigene Erlebnisse und Anekdoten zu erzählen, und hört Geschichten anderer Menschen.

    DAS TRÖSCH Café

  • Sonntag, 22. März | 15:00 – 16:30 | «Stimmen des Alltags»

    Texte über alltäglichen Rassismus 

    Verein HSL: Marianne Weber, Raphael Burri, Matthias Albold, Heinke Hartmann

    Professionelle Sprecherinnen und Sprecher lesen Texte von Menschen, die Erfahrungen mit alltäglichem Rassismus in der Schweiz gemacht haben. Die HSL ist eine Hörmedien-Produktion für Blinde, Seh- und Lesebehinderte und setzt sich dafür ein, Literatur barrierefrei zugänglich zu machen.

    DAS TRÖSCH Saal

  • Sonntag, 22. März | 17:00 | «Wir Mitbürgerinnen»

    Film und Gespräch

    «Wir Mitbürgerinnen» ist ein Schweizer Dokumentarfilm, der die politische Teilhabe von Frauen mit Migrationshintergrund thematisiert, indem er drei Frauen bei ihrem Engagement begleitet. Der Film zeigt, wie Mitsprache eingefordert wird. Im Anschluss stehen Vertreterinnen des Regie-Kollektivs für ein Gespräch zur 
    Verfügung.

    KultX
    Hafenstrasse 8
    Kreuzlingen

Fachtag am 21. März 2026

«Einmal Ausländerin / Ausländer, immer Ausländerin / Ausländer? Auswege aus dem strukturellen Rassismus in der Schweizer Bürgerrechtspolitik».

Ort: Begegnungszentrum DAS TRÖSCH, Hauptstrasse 42, Kreuzlingen

Zeit: 21. März 2026, von 10.30 bis 16.30 Uhr

Anmeldung: Wir bitten um eine Anmeldung über das untenstehende Formular.

Für Fragen und Anregungen: integration@kreuzlingen.ch / Telefon: +41 71 677 62 34

  • Programm

    Programm

    10:30Eintreffen
    11:00 – 12:30

    Impulsvortrag von Dr. Rohit Jain, Migrationsexperte an der Hochschule Luzern

    Podiumsgespräch mit Nina Schläfli (Nationalrätin SP), Thomas Niederberger (Stadtpräsident) und Daniel Moos (Stadtrat)

    12.30 – 13.30Mittagspause und Mittagessen
    13.30 – 16.30Workshops 1-3
    16.30Abschluss und Apéro
  • Impulsvortrag und Podiumsgespräch

    Dr. Rohit Jain, Migrations- und (Anti-)Rassismus-Experte, Hochschule Luzern / Design Film Kunst 

    Der Anteil von Menschen ohne Bürgerrecht in der Schweiz beträgt 25 %, in Kreuzlingen gut 55 %. Diese Bevölkerungsgruppe bezahlt Steuern, ohne darüber mitbestimmen zu können, wozu diese verwendet werden. Diese Zahlen haben weniger mit der Zuwanderung an sich zu tun, sondern mit dem historischen Unwillen Ausländer*innen zu Mitbürger*innen werden zu lassen. Der Input zeigt die Geschichte der Festung Schweiz sowie notwendige Wege aus dem strukturellen Demokratie-Defizit auf.

    Im Anschluss an den Vortrag möchten wir die angesprochenen Impulse im Rahmen eines Podiumsgesprächs vertiefen. Die Podiumsgäste sind: Nina Schläfli (Nationalrätin SP), Thomas Niederberger (Stadtpräsident) und Daniel Moos (Stadtrat).

  • Workshop 1 – Wer darf mitreden?

    Wer darf mitreden? Demokratie und Ausschluss?

    Referentinnen:

    • Nexhla Medii, Juristin und Dozentin
    • Lejla Medii, Juristin und Dozentin

    Beide sind Mitglied im Kollektiv Ostwind mit Migrationsvorsprung.      

    Der Workshop knüpft an den Vormittagsvortrag zur Schweizer Bürgerrechtspolitik an und widmet sich der Frage, wie politische Partizipation, Ausschluss und struktureller Rassismus zusammenhängen. Im Zentrum steht das Demokratie-Defizit, das entsteht, wenn viele Menschen von formalen Mitbestimmungsrechten ausgeschlossen sind.

    Der Workshop lädt dazu ein, politische Diskriminierung aus einer postmigrantischen Perspektive zu reflektieren und zivilgesellschaftliche Ansätze kennenzulernen, die neue Formen von Teilhabe ermöglichen. Beispiele aus Initiativen wie dem Kollektiv Ostwind oder der Aktion Vierviertel zeigen, wie Demokratie auch jenseits klassischer Instrumente weitergedacht werden kann.

  • Workshop 2 – Rassismus im Alltag

    Rassismus im Alltag: erkennen, verstehen, handeln

    Referentin: Katarina Stigwall, HEKS Beratungsstelle gegen Rassismus und Diskriminierung

    Rassismus ist nicht immer gleich sichtbar, aber er ist da – im Schulhaus, im Bus, bei der Arbeit oder in der Nachbarschaft. In diesem Workshop gehen wir konkreten Situationen nach: Wie erkennt man Rassismus, woher kommt er und wie kann man darauf reagieren?

    Anhand praxisnaher Beispiele kommen wir ins Gespräch und entwickeln gemeinsam Handlungsmöglichkeiten. Ziel ist, den Workshop mit einem geschärften Blick, mehr Sicherheit und konkreten Werkzeugen zu verlassen.

  • Workshop 3 – Mehr als eine Geschichte

    Mehr als eine Geschichte – wie kulturalisierende Denkmuster Diskriminierung erzeugen

    Referentinnen:

    • Katrin Muckenfuss, Dozentin an der Fachhochschule Ost
    • Zeljka Blank-Antakli, Fachstelle Integration

    Beide sind als interkulturelle Trainerinnen und Beraterinnen tätig.

    Im beruflichen und gesellschaftlichen Kontext greifen wir häufig auf scheinbar einfache Erklärungen zurück. Kulturalisierenden Zuschreibungen reduzieren komplexe Lebensrealitäten auf einzelne Merkmale. Mit Aussagen wie «Das ist halt ihre Kultur oder Mentalität», bewirken stereotype Denkmuster Ausgrenzung.

    Angelehnt an die Impulse aus The Danger of a Single Story von Chimamanda Ngozi Adichie widmet sich dieser Workshop der Frage, wie „eine einzige Geschichte“ über Menschen und Gruppen entsteht, welche Wirkung solche verkürzten Narrative im Alltag entfalten und wie man diese überwinden kann.

Anmeldung zum Fachtag