Camping Fischerhaus: Volle Plätze, zufriedene Gäste
Hinter ihnen liegt eine intensive, aber erfolgreiche Saison. «Es macht einfach Freude, wenn sich die Gäste bei uns wohlfühlen und gerne wiederkommen», sagt Hautle. Mit 35’292 Übernachtungen verzeichnete man eine annähernd gleich hohe Gästezahl wie im Vorjahr. «Wir bewegen uns damit praktisch an unserer Kapazitätsgrenze. Viel mehr ist gar nicht möglich», erklärt Ruedi Wolfender, Leiter Sportanlagen und Betriebe. Rund 64 Prozent der Übernachtungen entfielen auf Gäste aus der Schweiz, weitere 24 Prozent auf Gäste aus Deutschland. Manche Gäste nahmen für ihre Ferien am Bodensee sogar eine besonders weite Anreise auf sich – etwa aus Japan, Mexiko oder Neuseeland.
Auch die grosse Sommerhitze konnte dem erfolgreichen Saisonverlauf wenig anhaben. «Wir mussten noch nie so viel Wasser für unseren Kiosk bestellen», erzählt Hautle. Einzelne Gäste reisten wegen der hohen Temperaturen allerdings vorzeitig ab. «Das gab es bisher noch nie», sagt Hautle. Umso wichtiger wird künftig der Sonnenschutz. Beim Grillplatz wurden bereits zusätzliche Storen montiert. Gleichzeitig zeigte sich, wie wertvoll der grosszügige Baumbestand des Campingplatzes direkt am Bodensee ist.
Mehr Service für die Campinggäste
Auf die Saison 2026 wurden die Preise moderat an das Marktniveau angepasst und gleichzeitig die Preisgestaltung vereinfacht. Im Gegenzug profitieren die Campinggäste von einer zusätzlichen Dienstleistung: Wenn das Freibad Hörnli geschlossen ist, können sie während ihres Aufenthalts auf dem Campingplatz kostenlos das Bad Egelsee besuchen. «Das Angebot wurde sehr gut aufgenommen. Die Preisanpassungen stiessen bei den Gästen auf viel Verständnis», freut sich Wolfender.
Zur Beliebtheit des Campingplatzes trägt neben der schönen Lage und der guten Infrastruktur auch die herzliche und familiäre Atmosphäre bei. Dafür sorgt das engagierte Team mit Veranstaltungen wie dem Bingo-Abend, der 1.-August-Feier und dem Oktoberfest mit Livemusik. Letzteres ist längst zu einer liebgewonnenen Tradition geworden. Einige Dauercamper reisen eigens dafür nochmals an. «Solche Anlässe bedeuten zusätzliche Arbeit, sind aber auch für uns ein Fest», sagt Hautle. Ihre Stellvertreterin Claudia Meckert ergänzt: «Es macht Freude, wenn sich die Gäste bei uns wohlfühlen. Und wenn sie gerne wiederkommen, gibt uns das neue Energie.»
Abschied nach acht Jahren
Nach acht Jahren am «schönsten Arbeitsplatz der Stadt» zieht es Claudia Meckert weiter: Die stellvertretende Betriebsleiterin verlässt den Camping Fischerhaus, um in Andeer im Bündnerland einen eigenen Campingplatz zu übernehmen. «Sie war ein wichtiger Stützpfeiler unseres Campings, hat viel bewirkt und Spuren hinterlassen, etwa indem sie die grosse Umbauphase massgeblich mitgeprägt hat. Dafür danken wir ihr herzlich und wünschen ihr alles Gute», sagt Wolfender. Die Suche nach ihrer Nachfolge läuft bereits.
Für die kommende Saison sind punktuelle Verbesserungen an der Infrastruktur geplant. Auch die Vorfreude der Gäste ist spürbar: Kaum waren Anfang Oktober die Buchungen für 2027 freigeschaltet, gingen innerhalb weniger Stunden rund 150 Reservationen ein. Seither kommen täglich weitere hinzu. Für Wolfender ist der Camping Fischerhaus eine «ungebrochene Erfolgsgeschichte».

