Erste «Messe 60 Plus» trifft einen Nerv
Danach verteilt sich das Publikum auf die 18 Stände. Dort wird gefragt, erklärt und diskutiert. Organisationen und Fachstellen präsentieren Angebote zu Gesundheit, Prävention, Pflege, Beratung, Unterstützung im Alltag, Freizeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Doch die Messe ist mehr als eine Informationsbörse. Überall entstehen Gespräche und Begegnungen. Auch die Tische bei Kaffee und Kuchen sind praktisch durchgehend besetzt.


«Wir haben in Kreuzlingen ein vielfältiges Angebot rund ums Älterwerden. Aber es ist nicht immer einfach, sich in diesem Dschungel zurechtzufinden», sagt Stadtrat Markus Brüllmann. Die Messe schaffe einen niederschwelligen Zugang und bringe Leistungserbringer und Bevölkerung direkt miteinander in Kontakt. Dass das Bedürfnis gross ist, zeigte sich bereits im Vorfeld: Es meldeten sich mehr interessierte Ausstellende, als berücksichtigt werden konnten. Für Brüllmann ist deshalb klar: «Das müssen wir wiederholen.»
Auch Dorena Raggenbass von der mitorganisierenden Gruppe «Leben und Gestalten» sieht die Messe als wichtigen Ort der Vernetzung. Fragen rund ums Älterwerden seien vielfältig. Immer wieder gehe es beispielsweise auch um Einsamkeit. Umso wichtiger seien Gelegenheiten, bei denen Menschen unkompliziert miteinander in Kontakt kommen. «Genau das findet heute hier statt.» Über ihr Netzwerk erreichte die Gruppe im Vorfeld rund 200 Menschen und machte sie auf die Messe aufmerksam. Der grosse Zuspruch bestätigt Raggenbass in ihrer Überzeugung: «Da müssen wir dranbleiben.»
Gut ankamen insbesondere Angebote, bei denen die Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden konnten. «Beim Sturzrisiko-Check wurden wir fast überrannt», sagt Messe-Organisatorin Željka Blank Antakli, Leiterin der städtischen Fachstelle Integration und Familie. Die Ausstellenden hätten ihre Stände mit viel Fantasie und Liebe gestaltet. «Praktische Angebote sind offensichtlich gefragt. Für mich ist klar, dass wir die Messe wiederholen müssen.»
Das sieht auch eine Besucherin so. Sie lobt die vielen hilfreichen Informationen und spricht von einem gelungenen Anfang. Einen Vorschlag fürs nächste Mal hat sie auch schon: Die Messe dürfe ruhig noch grösser werden – «vielleicht im Dreispitz».



