Hafenmeistergebäude mit neuer Bestimmung

Ab 2027 dient das Hafenmeistergebäude als Informationsstelle von Thurgau Tourismus. Zudem erhält die Stiftung DAS TRÖSCH weiterhin Betriebsbeiträge für die kommenden zehn Jahre.
19. März 2026
In der zweiten Sitzung des laufenden Jahres beriet das Kreuzlinger Parlament über einen Investitionskredit über CHF 181'000.– für die Ertüchtigung des Hafenmeistergebäudes für die Nutzung als Informationsstelle von Thurgau Tourismus ab 2027.

Mit dem behindertengerechten Ausbau der Anlegestelle 1 bis 3 wird das Hafenmeistergebäude nicht mehr benötigt. Die barrierefreien Steganlagen ermöglichen dem Schiffspersonal, die Steghöhe vom Schiff aus zu steuern, wodurch kein Hafenpersonal mehr notwendig sein wird.

Das Büro von Thurgau Tourismus befindet sich direkt gegenüber dem Hafenmeisterbüro im Restaurant "Alti Badi". In Bezug auf die Sichtbarkeit ist der Standort nicht ideal, weshalb Thurgau Tourismus im Jahr 2025 bei der Stadt um die Möglichkeit einer Nutzung des Hafen-meistergebäudes anfragte.

Im Namen der FDP-Fraktion stellte Gemeinderat Alexander Salzmann einen Antrag auf Nichteintreten. Den Antrag lehnte das Parlament nach kontroverser Diskussion mit 30 Nein- zu 7 Ja-Stimmen deutlich ab. In der Schlussabstimmung hiess das Gemeindeparlament den Investitionskredit über CHF 181'000.– für die Ertüchtigung des Hafenmeistergebäudes bei zwei Enthaltungen mit 31 Ja- zu 4 Nein-Stimmen gut.
Mit viel Lob an DAS TRÖSCH als wichtiges Begegnungszentrum der Stadt, genehmigte der Gemeinderat mit 36 Ja- zu 1 Nein-Stimme und einer Enthaltung den jährlichen Betriebskostenbeitrag von CHF 187'250.– für die Dauer von 10 Jahren an die Stiftung DAS TRÖSCH zur Führung des gleichnamigen Begegnungszentrums. DAS TRÖSCH initiierten die Geschwister Roell und wurde am 1. April 2017 eröffnet. Seit 2022 unterstützt die Stadt Kreuzlingen die Stiftung mit einem jährlichen Betriebsbeitrag von 175'000.– der nun teuerungsbedingt um CHF 12'250.– erhöht wird.

Anschliessend nahm der Stadtrat Stellung zum Postulat "Digitalisierungsmassnahmen in der Stadtverwaltung prüfen oder fördern". Das Postulat reichte am 12. Juni 2025 Gemeinderätin Ramona Zülle, Die Mitte, ein.

In seiner Stellungnahme hielt der Stadtrat fest, dass er die digitale Entwicklung genau beobachte und neue Technologien und Services einsetze, sofern Aufwand und Ertrag gerechtfertigt sind. Zudem könne mit dem digitalen Schalter des Kantons Thurgau ein Mehrwert für alle Anspruchsgruppen geschaffen werden. Mit 22 Nein- zu 14 Ja-Stimmen und 2 Enthaltungen folgte das Parlament dem Stadtrat und lehnte das Postulat ab.

"Stopp des Rückbaus des Gasnetzes der Stadt Kreuzlingen – Kreuzlinger sollen die Wahlfreiheit des Energieträgers bis 2050 behalten" lautet das Postulat, das Gemeinderat Georg Schulthess, Aufrecht Schweiz, am 3. Juli 2025 einreichte. Der Stadtrat empfahl dem Gemeinderat auch dieses Postulat abzulehnen. Denn ein generelles Moratorium bis 2050 würde die Umsetzung des Energierichtplans und die Erreichung der Klimaziele von Bund, Kanton und Stadt behindern. Der Rückbau erfolge nicht voreilig, sondern in Einklang mit der Zielnetzplanung Gas und der gesetzlichen Vorgaben, schreibt der Stadtrat in seiner Stellungnahme. Zu-dem sei die Amortisation der bestehenden Anlagen bis 2050 sichergestellt. Gleichzeitig würden Optionen für Wasserstoff und Biogas geprüft, und die Bevölkerung laufend über die Entwicklung der Energieversorgung informiert. Mit 29 Nein- zu 7 Ja-Stimmen und einer Enthaltung folgte das Parlament dem Stadtrat und lehnte das Postulat ab.

Des Weiteren beantwortete der Stadtrat die schriftlichen Anfragen zum Thema "Ausgangszeiten Bundesasylzentrum Kreuzlingen" und "Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Stadt-verwaltung Kreuzlingen" von Gemeinderat Stefan Klauer namens der SVP-Fraktion.

Bis auf eines, genehmigte der Gemeinderat alle Einbürgerungsgesuche. Ebenso hiess er die Ersatzwahl in die Kommissionen gut, die aufgrund des Rücktritts von Gemeinderätin Silvia Cornel, FDP, notwendig wurde.

Kommission Bau und Umwelt I  Finanz- und Rechnungsprüfungskommission I Kommission Allgemeines und Administration

Bisher: Silvia Cornel Neu: Esther Schiess

 

Die nächste Gemeinderatssitzung findet am 7. Mai 2026 statt.