Am 1. Dezember 2022 trat Marc Hungerbühler die Nachfolge von Kurt Affolter als Leiter Ordnungsdienst und Feuerwehrkommandant an. Neben seiner Funktion in Kreuzlingen ist Marc Hungerbühler auch als kantonaler Feuerwehr-Instruktor tätig.
Voneinander lernen – eine Konstante für den Einsatz
Am 6. September öffnet die Feuerwehr Kreuzlingen gewährt Einblicke in ihre anspruchsvollen Aufgaben. Feuerwehrkommandant Marc Hungerbühler erklärt, wie die Blaulichtorganisationen zusammenarbeiten.
27. Aug. 2025
Sie laden die Bevölkerung ins Feuerwehrdepot Kreuzlingen ein, das genau vor 30 Jahren eingeweiht wurde. Was hat sich in der Organisation seither verändert?
Marc Hungerbühler: Mitte der 90er-Jahre wurden die drei bestehenden Feuerwehrdepots Ost, Rathaus und Pestalozzistrasse im Rosenegg zusammengelegt. Dieser Zusammenschluss hat sich bis heute bestens bewährt – in Bezug auf Organisation, Abläufe und Standort.
Die Anforderungen an die Angehörigen der Feuerwehr, an das Material und die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen steigen stetig. Können Sie eine der grössten Herausforderungen nennen?
Marc Hungerbühler: In der Tat ist die Ausbildung sehr umfangreich, da wir als Stützpunktfeuerwehr für diverse Spezialaufgaben wie zum Beispiel die Strassenrettung zuständig sind. Zusätzlich sind wir als Ölwehrstützpunkt See mit den Feuerwehren Steckborn und Romanshorn sowie dem kantonalen Ölwehrstützpunkt der Seepolizei für den Schutz der Gewässer am Ober- und Untersee zuständig. Dieser Auftrag erfordert eine spezifische Ausbildung. Die grösste Herausforderung ist jedoch die Tagesverfügbarkeit unserer Angehörigen.
Was bedeutet das konkret im Einzelfall?
Marc Hungerbühler: Gemäss Vorgabe müssen bei einem Ereignisfall sechs Angehörige der Feuerwehr innert maximal zehn Minuten vor Ort sein. Wir haben das grosse Glück, dass zahlreiche Kreuzlinger Arbeitgebende ihre Mitarbeitenden diesbezüglich unterstützen und sie für die Dauer eines Einsatzes freigestellt werden.
Am Tag der offenen Tore sind auch die Partnerorganisationen mit dabei. Welche Rolle spielen die Partnerorganisationen im Zusammenspiel mit der Feuerwehr?
Marc Hungerbühler: Sie sind immens wichtig. Wir handeln nach dem Prinzip KKK – in Krisen Köpfe kennen. Mit der Kantonspolizei, dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG), der Feuerwehr Konstanz, dem Rettungsdienst RescueMed, dem Samariterverein, dem Grosstierrettungsdienst und der Zivilschutzorganisation Kreuzlingen sind unsere wichtigsten Partner an dem Tag der offenen Tore vertreten. Im Rahmen der Aus- und Weiterbildung führen wir auch gegenseitige Ausbildungen mit Rettungssanitätern und Notärzten der RescueMed sowie der Spital Thurgau AG durch. Diese Zusammenarbeit hat sich bewährt. Das vermittelte Wissen erleichtert den Umgang mit Patienten und optimiert die Abläufe im Einsatz.
Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Wie stellen Sie sich die Feuerwehr Kreuzlingen in 10 Jahren vor?
Marc Hungerbühler: Die Organisation wird sich weiter professionalisieren. Auch die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren im Bezirk wird in zehn Jahren anders strukturiert sein, als sie es heute ist.
Was erwartet Besucherinnen und Besucher am Tag der offenen Tore?
Marc Hungerbühler: Wir bieten ein abwechslungsreiches Programm, das einen einmaligen Blick hinter die Kulissen der Blaulichtorganisationen ermöglicht. So ist beispielsweise das BAZG mit einem mobilen Röntgengerät vor Ort, die Kantonspolizei präsentiert ein Patrouillenfahrzeug und die Kollegen von Konstanz zeigen einen Einsatz mit gefährlichen Stoffen. Zudem zeigen wir, wie ein Grosstier aus einem Gewässer oder engen Schacht gerettet wird. Nicht zu vergessen sind die Programmpunkte für unsere kleinen Gäste: der Zivilschutz organisiert einen Rollstuhlparcour und die Kantonspolizei wartet mit einer Bastelecke auf. Für das leibliche Wohl ist natürlich gesorgt.
Marc Hungerbühler: Mitte der 90er-Jahre wurden die drei bestehenden Feuerwehrdepots Ost, Rathaus und Pestalozzistrasse im Rosenegg zusammengelegt. Dieser Zusammenschluss hat sich bis heute bestens bewährt – in Bezug auf Organisation, Abläufe und Standort.
Die Anforderungen an die Angehörigen der Feuerwehr, an das Material und die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen steigen stetig. Können Sie eine der grössten Herausforderungen nennen?
Marc Hungerbühler: In der Tat ist die Ausbildung sehr umfangreich, da wir als Stützpunktfeuerwehr für diverse Spezialaufgaben wie zum Beispiel die Strassenrettung zuständig sind. Zusätzlich sind wir als Ölwehrstützpunkt See mit den Feuerwehren Steckborn und Romanshorn sowie dem kantonalen Ölwehrstützpunkt der Seepolizei für den Schutz der Gewässer am Ober- und Untersee zuständig. Dieser Auftrag erfordert eine spezifische Ausbildung. Die grösste Herausforderung ist jedoch die Tagesverfügbarkeit unserer Angehörigen.
Was bedeutet das konkret im Einzelfall?
Marc Hungerbühler: Gemäss Vorgabe müssen bei einem Ereignisfall sechs Angehörige der Feuerwehr innert maximal zehn Minuten vor Ort sein. Wir haben das grosse Glück, dass zahlreiche Kreuzlinger Arbeitgebende ihre Mitarbeitenden diesbezüglich unterstützen und sie für die Dauer eines Einsatzes freigestellt werden.
Am Tag der offenen Tore sind auch die Partnerorganisationen mit dabei. Welche Rolle spielen die Partnerorganisationen im Zusammenspiel mit der Feuerwehr?
Marc Hungerbühler: Sie sind immens wichtig. Wir handeln nach dem Prinzip KKK – in Krisen Köpfe kennen. Mit der Kantonspolizei, dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG), der Feuerwehr Konstanz, dem Rettungsdienst RescueMed, dem Samariterverein, dem Grosstierrettungsdienst und der Zivilschutzorganisation Kreuzlingen sind unsere wichtigsten Partner an dem Tag der offenen Tore vertreten. Im Rahmen der Aus- und Weiterbildung führen wir auch gegenseitige Ausbildungen mit Rettungssanitätern und Notärzten der RescueMed sowie der Spital Thurgau AG durch. Diese Zusammenarbeit hat sich bewährt. Das vermittelte Wissen erleichtert den Umgang mit Patienten und optimiert die Abläufe im Einsatz.
Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Wie stellen Sie sich die Feuerwehr Kreuzlingen in 10 Jahren vor?
Marc Hungerbühler: Die Organisation wird sich weiter professionalisieren. Auch die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren im Bezirk wird in zehn Jahren anders strukturiert sein, als sie es heute ist.
Was erwartet Besucherinnen und Besucher am Tag der offenen Tore?
Marc Hungerbühler: Wir bieten ein abwechslungsreiches Programm, das einen einmaligen Blick hinter die Kulissen der Blaulichtorganisationen ermöglicht. So ist beispielsweise das BAZG mit einem mobilen Röntgengerät vor Ort, die Kantonspolizei präsentiert ein Patrouillenfahrzeug und die Kollegen von Konstanz zeigen einen Einsatz mit gefährlichen Stoffen. Zudem zeigen wir, wie ein Grosstier aus einem Gewässer oder engen Schacht gerettet wird. Nicht zu vergessen sind die Programmpunkte für unsere kleinen Gäste: der Zivilschutz organisiert einen Rollstuhlparcour und die Kantonspolizei wartet mit einer Bastelecke auf. Für das leibliche Wohl ist natürlich gesorgt.

Feuerwehrkommandant

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